Himmelfahrtsradtour

Wie die meisten wissen, ist in der Evangelischen Jugend immer recht viel los. Dieses Jahr startete unter der Leitung von Ilona Wewers und Jörg Neelen eine Radtour.

Am Mittwoch, 19. Mai fuhren wir um 15.09 Uhr mit der Lammetalbahn in Bad Salzdetfurth los. Unsere Fahrt führte uns erst mal bis nach Hameln, wo wir Proviant einkauften. Da es kein Begleitfahrzeug gab, mussten wir alle Sachen, die wir während der Radtour brauchten, auf unseren Rädern transportieren.

Diese Radtour war eine Mitarbeiterschulung, und so übernahmen wir Teilnehmer viele Aufgaben, z.B. Einkaufen, Essen kochen, Andacht vorbereiten, Spieleaktionen anleiten oder "scouten", dass bedeutet vorausfahren und den richtigen Weg finden.

Die erste Etappe nach Bodenwerder führten Katrin Ueckert und ich an. Da der Weg immer an der Weser entlang ging und es jede Menge Schilder gab, war es recht einfach, den richtigen Weg zu finden.
Als wir im Gemeindehaus in Bodenwerder angekommen waren, gab es erstmal Abendbrot, denn nach so viel Rad fahren waren wir alle ziemlich hungrig.
Nach dem Essen waren Spiele angesagt. Und in der Stadt des Lügenbarons gab es ein "Lügenspiel": Jeder sollte drei Sätze über sich sagen, von dem einer gelogen sein musste. Die anderen sollten dann den gelogenen Satz herausfinden. Wir fanden, dass wir alle einen guten Münchhausen abgegeben hätten, mit unseren ausgedachten Lügen. Aber eine Lüge herauszufinden, das war gar nicht so leicht.
Nach dem Abwasch hielten Kati und ich noch eine Abendandacht. Danach sank ich schnell und selig auf meine Luftmatratze und schlief sofort ein.

Am nächsten Morgen hatten Marko Hörske und ich Küchendienst, das bedeutete um halb acht aufstehen. Vor dem Frühstück hielten Björn Techert, Martin Probst und Marko die Morgenandacht.
Wieder auf den Rädern, scouteten diesmal Björn und Martin. Der Weg war ein biss­chen komplizierter, sodass wir uns ein paar Mal verfuhren. Unser Ziel für den Himmelfahrtstag war Boffzen.
Dort wurden wir sehr nett empfangen. Das Gemeindehaus hatte einen riesigen Garten, in dem eine Wasserbahn mit Booten stand - eigentlich für Kinder. Doch wie wir nun mal sind, mussten wir erstmal damit spielen und hatten jede Menge Spaß!
An diesem Tag gab es mehrere Arbeitsphasen. Wir lernten, wie man eigenständig eine Freizeit oder Radtour plant, kalkuliert und ausschreibt - und was man dabei alles berücksichten muss. Das ist gar nicht so einfach, wie man es sich vielleicht vorstellt.
Am Abend gab es Spaghetti mit Soße. Das war lecker! Vorm Schlafen spielten wir noch Rommé, Poker oder Kniffel.
Nach der Morgenandacht von Marlis Lamonby und dem Frühstück, das Benito Ociepka und Steffen Ueckert vorbereiteten, ging es wieder auf Tour.
In Herstelle setzten wir mit der Personenfähre über die Weser, das war ganz schön wackelig.
Über den Wahmbecker Berg radelten wir nach Bodenfelde, wo uns Benito und Steffen ganz ohne zu verfahren hinführten. Respekt!
Am Abend gab es Reis mit Gemüse gekocht von Marlis Lamonby und Inga Brüsch. In der anschließenden Arbeitsphase ging es um Gruppenphasen, denn auch das Leben

Gruppenarbeit: Björn, Benito und Steffen kalkulieren
eine Kinderfreizeit

Nadine und Christian beim Verlassen der Fähre.
in einer Gruppe hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende.
Nach dem anstrengenden Tag waren wir froh, auf unsere Matten kriechen zu können. Wir Mädchen schliefen diese Nacht in der Küche, weil uns die Schnar­cherei der Jungs so genervt hat.

Am nächsten Morgen hielten Jörg und Ilona eine Andacht unter freiem Himmel. Das Frühstück lag in der Verantwortung von Björn, Martin und Marko.
Auf ging's zur letzten Etappe nach Hann. Münden. Marko und Christian führten uns. Dort angekommen, fuhren wir erst mal ins Freibad. Das war ein echter Genuss: endlich mal wieder

ausgiebig zu baden, rumzuplanschen, zu schwimmen und heiß zu duschen!
Im Gemeindehaus gab es ein leckeres Drei-Gänge-Menü von Benito und Björn. Als Vorspeise Nudeln mit Pesto, als Hauptspeise Spinat mit Kartoffeln und gebratenem Speck und als Dessert Quarkspeise. Kurz vor Mitternacht hielten Steffen, Inga und Benito noch eine Abendandacht.

Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, denn wir wollten um 9.30 den Gottesdienst in der Stadtkirche besuchen.
Als Abschluss unserer Radtour gingen wir zum Italiener essen und ließen die vergangenen Tage Revue passieren.


Wolfgang Dettmer lädt die Räder auf
Schließlich wurden wir von Pastor Serke, Wolfgang und Ellen Dettmer und Peter und Helga Kern abgeholt. So ging eine ereignisreiche Radtour zu Ende. Wir hatten alle viel Spaß, haben eine Menge gelernt und würden uns gern wieder mit den Rädern auf die Reise begeben.

Nadine Leester

Benito