Kirchenvorstandswahlen

Landesbischöfin Käßmann

Bei der Kirchenvorstandswahl der hannoverschen Landeskirche stellen sich am 26. März 2006 rund 11.000 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. "Wir brauchen krea­tive Menschen, die in der Lage sind, Neues zu entdecken, und zugleich den Schatz der Tradition zu würdigen wissen", sagte die evangelische Landesbischöfin Dr. Margo t Käßmann vor Journalisten in Hannover. Gefragt seien kompetente Menschen aus verschieden en Berufsgruppen. Als Ehrenamtliche hätten sie die Chance, die Kirche in einer Phase des Umbruchs mitzugestalten.

Die Kirchenvorstände werden auf sechs Jahre gewählt. Bei der vergangenen Wahl im Jahr 2000 gaben inder mit rund 3,1 Millionen Mitgliedern größten deutschen Landeskirche etwa 550.000 Wahlberechtigte ihre Stimme ab. Das entspricht einer Beteiligung von 20,2%. "Dass jeder Fünfte sein Wahlrecht ausübt, zeigt, dass die Kirchenmitglieder nicht nur passiv sind, sondern, dass viele das kirchliche Leben aktiv wahrnehmen wollen", so Käßmann. 2006 sei die 20%-Marke erneut das Mindestziel.

Zeitgleich mit der Kirchenvorstandswahl will die Landeskirche als erste evangelische Kirche in Deutschland flächendeckend ihre Mitglieder befragen. Dazu erhalten alle Wahlberechtigten einen Fragebogen über das Gemeindeleben. Die Profilbildung und die Spendenwerbung seien zwei zentrale Herausforderungen für die Gemeinden in den kommenden Jahren, sagte Käßmann. Bis 2012 seien mitunter auch Entscheidungen gegen das eine oder andere liebgewordene Projekt nötig.

Bei der vergangenen Wahl waren 52,8% der rund 8.000 Gewählten Frauen. Der Altersdurchschnitt lag bei 48,8 Jahren.