Einer von unsUrgestein aus Martin-Luther
Günther Schlüter, 73 Jahre alt, Rentner (Tischlergeselle, hat über 35 Jahre auf dem Kaliwerk gearbeitet); seit 52 Jahren verheiratet, zwei Söhne, eine Tochter (1999 gestorben).Seit 1955 bewohnt die Familie Schlüter auf dem Hainholz ein eigenes Haus, in dessen Garten ein kleiner Fischteich das große Hobby von Herrn Schlüter ist. Bereits um 1960 hatten Arbeitskollegen ihn motiviert, bei handwerklichen Arbeiten rund um die Martin-Luther-Kirche mit "anzupacken". "Da ich - meine Frau übrigens auch - von Haus aus zur tätigen christlichen Nächstenliebe erzogen worden bin, habe ich mitgeholfen, wo immer es nötig war," erklärt Herr Schlüter. Und das war, wie sich herausstellte, oft der Fall! Ob Störungen bei der Heizung, beim Glockengeläut, bei der Kirchenuhr auftraten, ob die Stühlchen im Kindergarten geleimt werden mussten, ob im Pfarrgarten Bäume zu fällen oder in der Kirche der Weihnachtsbaum aufzustellen war, immer war Herr Schlüter zur Stelle. Wen wundert es da, dass er seit 1970 zum Kirchenvorstand der Martin-Luther-Kirchen- gemeinde gehört. Hier nimmt er auch seit einigen Jahren die Aufgaben des Baubeauftragten wahr. Das Gemeindeleben wurde durch Herrn Schlüter über viele Jahre mitgestaltet, geprägt und durch seine konstruktive Kritik belebt. Jetzt möchte er sich aus der Vorstandsarbeit verabschieden, da seine Kräfte immer mehr im Privatleben benötigt werden. Er muss sich intensiver um seine seit vielen Jahren kranke Frau kümmern, die bisher den großen, ehrenamtlichen Einsatz ihres Mannes klaglos mitgetragen hat. Ihm selber, so gibt er zu, fallen manche Arbeiten, besonders das Treppensteigen in den Kirchturm, immer schwerer. Für die Zukunft wünscht sich Herr Schlüter, dass ihm Gott die Kraft gebe, noch möglichst lange für seine Frau sorgen zu können. Wir danken Herrn Schlüter für den jahrelangen, unermüdlichen Einsatz für unsere Kirchengemeinde und dafür, dass er und seine Frau soviel Bereitschaft und Geduld für unser Gespräch hatten.
Margot Lindenberg
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