Berichte


Zu Gast beim Fest der Bischöfin

„10 Jahre gemeinsam auf dem Weg“ - unter diesem Motto lud Dr. Margot Käßmann an­lässlich ihres 10jährigen Dienstjubiläums als Bischöfin am 05. September zum Fest der Landeskirche rund um die Marktkirche nach Hannover ein. Im Gottesdienst hielt sie Rückschau und sprach über die zu­künftigen Herausforderungen für die Lan­deskirche. (Predigt im Internet abrufbar un­ter: http://www.evlka.de/content.php?con­tentTypeID=1066&id=11213)


Dr. Margot Käßmann predigte beim Fest der Landeskirche in der Marktkirche in Hannover.

Als Gäste waren Ehrenamtliche geladen, die ebenfalls zehn Jahre in ihrer Kirche en­gagiert sind. Aus unse­ren Ge­meinden wa­ren Helgard Bartens und Jörg Neelen dabei. Die beiden halten im Folgenden ihre per­sönliche Rück­schau auf die Tätigkeit im Be­suchsdienst und in der Internet-AG der Evangelischen Ju­gend.

Ilona Wewers

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Meine zehn Jahre im Besuchsdienst

Ich erinnere mich noch gut daran, wie es war, als Frau Wewers mich fragte, ob ich Lust hätte, im Besuchsdienst mitzuarbeiten. Diese Gruppe gab es in St. Georg schon seit gut einem Jahr. Der Gedanke, dort mit dabei zu sein, konnte mir gefallen.

Ich sagte zu und fuhr zu einem Vorberei­tungsseminar nach Neustadt a. Rbg., wo wir übten, wie so ein Besuch ablaufen könnte.

Gespannt startete ich dann im November zu meinem ersten Geburtstagskind, das seinen 87. feierte. Eine nette Familienrunde nahm mir das Herzklopfen ab, mit dem ich noch vor der Tür gestanden hatte.


Beim Fest der Landeskirche trafen Jörg Neelen und Helgard Bartens auch unseren Landessuperintendenten Eckhard Gorka

So sind inzwischen über 10 Jahre mit dieser schönen Besuchsdienstzeit vergangen. Wir sind ein netter, fröhlicher Kreis von 14 Ehrenamtlichen von Martin-Luther und St. Georg. Durch die tolle Begleitung von Frau Wewers und ihre Hilfe meistern wir auch schwierige Besuche. Unsere monatlichen Treffen gestalten wir mit Singen und Erzählen, geben dem Abend ein bestimmtes Thema und verteilen die Besuche.

Zwei besondere Ereignisse waren für mich auch die Besuchsdienstseminare in einem Freizeithaus in Klein Süntel. Wir reisten je­weils für drei Tage dorthin. Unter dem Motto „Graue Haare - Buntes Leben“, und „Farben des Lebens“ beschäftigten wir uns mit der Si­tuation älterer Menschen. Gesel­ligkeit kam in diesem schönen Haus nicht zu kurz, und das ganze Programm lag in den bewährten Händen von Frau Wewers.

Ich habe viel Freude, aber auch manchmal Leid und Krankheit bei den Besuchen er­lebt. Doch beim Weggehen von einem Ge­burtstag habe ich das Gefühl, dass man sich über meinen Besuch gefreut hat.

Helgard Bartens

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10 Jahre Internet-AG

Eine Bilanz

Wie die Zeit vergeht: Seit nunmehr zehn Jah­ren gibt es in unseren Gemeinden die In­ternet-Arbeitsgemeinschaft der Evangeli­schen Jugend. 10 Jahre, das sind mitt­ler­weile 43 Gemein­debriefe, zahlreiche Bilder von verschiede­nen Veranstaltungen, Be­richte, Informatio­nen, Termine. Sogar ein virtueller Rund­gang durch die St. Georgs-Kirche und das Gemeindehaus findet sich dank des ehren­amtlichen Engagements der Ju­gendlichen im Internet.

Während meines Studiums zum Informati­ker an der Fachhochschule Emden habe ich die Anfänge des Internets in Deutschland mitbekommen. Gerade das World Wide Web mit seinem Hypertext, die Möglichkeit Bilder und Texte interaktiv aufzubereiten haben mich vom ersten Moment an faszi­niert.

Schade fand ich, als ich mitbekam, wie Ju­gendliche das Internet kennen lernen: nur aus der Sicht des Konsumenten. Keine Rede davon selbst kreativ zu werden, eige­ne Seiten zu erstellen oder ähnliches. Coole Seiten waren angesagt mit möglichst extre­men Darstellungen und ethisch bedenkli­chen Inhalten. Der Reiz des „Verbotenen“ ist bei Jugendlichen besonders groß - gut auch, dass sie neugierig sind, aber der Kon­sum von Pornografie und Gewalt ist nicht Sinn und Zweck des Internets. Die Hemmschwelle allerdings, sich solche Sa­chen anzusehen, ist am eigenen Computer, im eigenen Zimmer, bei geschlossenen Tü­ren weitaus geringer als beim Kauf entspre­chender Filme oder Hefte in den Läden.

Um dieser Entwicklung etwas entgegenzu­setzen, habe ich zusammen mit meiner Frau einen Internet-Workshop für Eltern konzi­piert, um die Ge­fahren, aber auch die Mög­lichkeiten des Internets für ihre Kinder auf­zuzeigen.

Die Anfänge der Internet-AG sind daraus entstanden: Um den teilnehmenden Eltern einen Zugang zum damals noch nicht so verbreiteten Internet zu schaffen, haben wir im Wehrstedter Ge­meindehaus ein Netz­werk aufgebaut. Dabei haben einige Tech­nik-begeisterte Ju­gendliche geholfen und sogar ihre eigenen PCs zur Verfügung ge­stellt. Im Anschluss daran trafen wir uns dann regelmäßig, zunächst zu Hause in meinem Arbeitszimmer, um „die andere Seite des Internets“ zu erforschen. Wie schreibe ich eigentlich eine Inter­netseite? Was ist ein Server? Wie bekomme ich die Bilder da rein? Diese Dinge wiss­begierigen jungen Menschen zu vermitteln, hat mir von Anfang an Freude gemacht.

Seitdem hat sich einiges getan. Dank zahl­reicher Sachspenden steht uns jetzt ein klei­nes Linux-Netzwerk zur Verfügung, das mit vier Arbeitsplätzen in einem kleinen Raum im Kirchenbüro installiert ist. Für Projekt­tage oder Schulungen bauen wir die Anlage mit bis zu acht Arbeitsplätzen im Gemein­desaal auf. Die Anlage wird recht häufig genutzt und dient den Konfis z. B. dazu, ihre Texte, die sie bei einem Pro­jekttag er­arbeiten, gleich in den Com­puter zu tippen oder Recherchen im Inter­net zu täti­gen.

Nach wie vor ist der Gemeindebrief das „Pflichtprogramm“ für die Internet-AG, da­neben gibt es aber auch Entfaltungsmög­lichkeiten für Interessierte. Kleinere oder grö­ßere Projekte werden von einzel­nen oder einer Gruppe bearbeitet. Oft fach­sim­peln wir auch über dies und das.

Zum zehnjährigen Jubiläum gibt es gute Nachrichten für uns: zum einen wird der langsame ISDN-Internetzugang im Kir­chenbüro durch einen schnellen DSL-Zu­gang ersetzt, zum anderen hat die Ev. Ju­gend beim Bücherflohmarkt Geld einge­nommen, von dem ein Teil der Anschaf­fung neuer Bildschirme dient.

Wer Lust hat, den Internetauftritt der Kir­chengemeinden mitzugestalten, sei auf den Workshop in den Zeugnisferien hingewie­sen (siehe Seite 8).

Wissen Sie noch, was in der Nummer 1 des Kirchenfensters stand? - Gucken Sie doch einfach mal im Internet: www.ev-kirchen.­badse.de

Jörg Neelen

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Kinderbibeltag

"Mit Paulus unterwegs

Der Kinderbibeltag in der Hl. Familie am 5. September stand unter dem Motto, „Mit Paulus unterwegs“. Es nahmen 65 Kinder teil. Er fand unter der Leitung von 12 Frauen statt. Wir teilten uns in vier Gruppen: zwei Gruppen für 5-7 jährige und die anderen beiden Gruppen für 8-12jährige. Danach packten alle Kinder ein Wanderbündel mit Getränk, Müsliriegel und Süßigkeiten, um auf der Reise auch Proviant zu haben.


Ökumenischer Kinderbibeltag: Mit dem Boot unterwegs nach Korinth

Während die Jüngeren Schiffbruch vor Malta erlitten, machten wir uns auf den Weg nach Korinth. In Korinth mussten wir der dortigen Gemeinde helfen, einen Kon­flikt zu lösen. Dann war erst ein­mal eine kleine Mittagspause, in der wir uns mit Hot-Dogs, belegten Brötchen und Geträn­ken gestärkt haben. Später machten die Jün­geren ein Paulus-Schattenspiel. Wir erleb­ten eine etwas andere Religionsstunde, in der wir eine Karte von Paulus´ Reisen bas­telten. Anschließend trafen wir uns alle im großen Saal zur Schlussrunde und beka­men eine Schriftrolle von Paulus geschenkt. Und dann war der Kinderbibeltag auch schon vorbei, es hat allen gut gefallen. Wir freuen uns schon auf den nächsten!

Rebecca Niehoff (11 J.), Amy Loß (11 J.)

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Das Erntedankfest

Der Erntedankgottesdienst ist einer der be­sonderen Gottes­dienste im Kirchenjahr und ei­ner meiner Lieb­lingsgottesdienste, ob­wohl die Vor- und Nacharbeiten ziemlich aufwändig sind.

Am Donnerstagabend hängen die Küsterin Monika Ossenkopp und ihr Mann die Ern­tekrone auf.

Am Freitag Vormittag beginnen Monika und ich mit der De­koration aus Strohballen und Getreidegarben. Ab 10.00 Uhr treffen die ersten Obst- und Gemüses­penden ein. Inzwischen weiß Frau Ossenkopp, mit wel­chen Obst- oder Gemüsesorten wir rechnen können und was wir vom gespen­deten Geld zukaufen müssen.

Diesmal hatten wir am Freitagmittag so viel Obst und Gemü­se wie schon lange nicht mehr. Schnell mussten wir einen zweiten Bal­len (diesmal Heu statt Stroh) organisie­ren, und dann haben wir eine Stunde lang Obst und Gemüse arrangiert.

Erst am Samstagmorgen beginnen wir mit dem Blumen­schmuck. Di­cke Sträuße Som­merastern, Dahlien, Zinnien, Fette Henne, Rosen und natürlich Herbstastern türmen sich im Mittel­gang und müssen in Va­sen verteilt werden. Einen Eh­renplatz bekom­men die Sonnenblu­men, die untrenn­bar mit dem Ern­tedank ver­knüpft sind. Die Dahli­en finden ihren Platz auf dem Altar. Die ande­ren Blu­men stellen wir überall dort auf, wo sich noch eine kleine freie Stelle findet. Nach über zwei Stunden sind wir endlich fertig. Dann folgt der Aufbau in der Mar­tin-Luther-Kirche.


Nach zwei Jahren hat sich die Technik des Einpackens verfeinert: Wir benutzen jetzt stabile Gemüsekartons, um die Erntegaben zum guten Hirten zu bringen.

Am Sonntag feiern wir den Gottesdienst, den ich nie versäume und der immer gut be­sucht ist. Schade nur, dass danach niemand mehr unsere Erntegaben sieht!

Am Montag müssen wir die Lebens­mittel abtransportieren. Die Blumen bleiben in der Kirche, hoffentlich halten sie möglichst lan­ge; Obst und Gemüse packen wir in Kisten und Kartons und schaffen alles ins Auto.

Dann starten wir nach Hildesheim zum Gu­ten Hirten. Die­se Gemeinde unterhält eine Suppenküche und gibt Obst und Ge­müse an bedürftige Menschen ab. Für mich ist diese Fahrt noch ein weiterer Höhepunkt: Zahl­reiche Gemeinden bringen ihre Erntegaben, das Entladen muss schnell gehen. Gleich nach der Ankunft treten zwei bis drei Leute aus einer großen Gruppe ehrenamtlicher Helfer heraus, tragen die Kartons zum La­gerraum und sortieren gleichzeitig. Das Auto ist binnen kürzester Zeit entladen. Und damit ist das Ernte­dankfest schon wie­der vorbei!

Aber in diesem Jahr gibt es außergewöhn­lich gute Nachrichten: Ihre Spenden sind so reichlich ausgefallen, dass wir kei­nen Cent aus dem Geldbeutel der Gemeinde dazu ge­ben mussten! Und das gilt sowohl für die Blumen-, Obst- und Gemüsegaben als auch für die Geldspenden. Vielen Dank an alle Spender!

Dr. Elke Brüsch

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Improtheater-Workshop

Erläuterung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia: Improvisationstheater (kurz Im­protheater) ist eine Form des Theaters, bei der improvisiert wird, d. h. es wird eine oder es werden mehrere, zuvor nicht ein­studierte Szenen gespielt. Meist lassen sich die Schauspieler ein Thema oder einen Vorschlag aus dem Publikum geben. Diese Vorschläge sind dann Auslöser und Leitfa­den für die daraufhin spontan entstehenden Szenen. Häufig werden die Spieler durch einen - meist ebenfalls improvisierenden - Musiker begleitet.

Erst in letzter Minute hat Patrik mich zur Teilnahme am Workshop über­redet. Eigent­lich liegt mir Theaterspie­len nicht (und Singen noch viel weni­ger), und das Wo­chenende war das letzte meiner Ferien. Aber Patrik kann richtig überzeugend sein.

Improtheater basiert darauf, dass die Teil­nehmer in der Lage sind, auf schnell wech­selnde Situationen zu reagieren.


Jannis Kaffka und Nele Kießling (re.) hatten tolle Übungen für das Improvisieren parat.

Nach den üblichen Kennenlernspielen ging es dann auch bald mit dem Improvisieren an. Zunächst übten wir uns im Assoziieren: Der erste Teilnehmer nannte einen Begriff, z. B. Haus. Der nächste verband damit so­fort „Tür“, dann folgte Schloss, Garten, Blume usw. Wichtig war, nicht lange zu überlegen, sondern den ersten Einfall sofort auszusprechen. Dann erhöhte sich das Tem­po, indem man nicht nach der Reihe dran­kam, sondern auf Blickkontakt reagieren musste.

Ganz besonders lustig war das Spiel, bei dem es darauf ankam, nicht zu lachen. Wenn die Spielrunde rechtsherum lief, musste man zu seinem rechten Nachbarn sehr schnell „Whiskymixer“ sagen. Das ist kein einfa­ches Wort, es lädt gerade zu Ver­sprechern ein, aber man darf auf keinen Fall lachen. Wenn doch, muss man aus dem Kreis her­austreten und außen herumrennen. Es ste­hen alle im Kreis, jeder sagt zu sei­nem Nachbarn „Whiskymixer“ oder das, was ihm so schnell über die Lippen kommt (Whiximixer), einige umrunden den Kreis von außen und niemand darf lachen. Dann ruft jemand das Kommando „Messwech­sel“, danach läuft die Spielfolge linksrum und nunmehr muss das Wort „Wachsmas­ke“ gesagt werden. Wenn Sie sich vorstel­len, wie es aussieht, wenn einige Leute im Kreis stehen, ganz schnell zun­gen­breche­rische Wörter zueinander sagen, wäh­rend einige andere sie im Laufschritt um­runden, fällt es schon beim Erzählen schwer, nicht zu lachen. Und wenn man selbst teilnimmt, ist es fast unmöglich.

Es gab auch Singübungen, aber hier kam es darauf an, möglichst schief zu singen. Einer sang vor: Re-e-e-e-ge-e-en tro o o pfen. Die anderen sangen im Chor genauso nach. Diese Spiel kam mir sehr entgegen, denn wie gesagt, ich kann nur schräg singen.


Improtheater: Eine Haltung und einen Ausdruck finden, drauflos spielen und erleben, welche Geschichte sich entwickelt

Die letzte Übung für den Samstag sollte ein Durchschalten durch viele Fernsehkanäle darstellen. Wichtig zu wissen ist, dass wir uns in der Zwischenzeit nicht absprechen konnten, wir wussten nie, welche Einfälle unsere Partner haben würden und wohin unsere Sendung laufen würde. Außerdem konnten wir jederzeit aufgerufen werden. Patrik und ich machten den Wetterbericht (Programm 1), Hartmut und Pauline gestal­teten eine Tierarztsen­dung (Pro­gramm 2), Ilona, Marlies und Se­bastian hat­ten eine Casting-Show (Pro­gramm 3) und Julia, Ka­tharina, Marisa und Konrad lieferten die Gerichtssendung (Pro­gramm 4). Und dann ging es ganz schnell: die bei­den Referenten Jannis und Nele saßen auf dem Sofa und schalteten auf der Fernbedie­nung in unter­schiedlichen Ab­ständen wei­ter: Auf Pro­gramm 2 stellte Hartmut ein Meerschwein beim Tierarzt vor. Seine Part­nerin hat so­fort mit der Un­tersuchung be­gonnen und eine günstige Prognose gestellt, während der Tierbesitzer in Tränen aufge­löst war. Dann folgte Pro­gramm 3, wo Ilo­na gerade Marlies auf ihre Eignung als Su­perstar überpüfte. Nach eini­gen Takten wurde auf Programm 4 weiter­gezappt, wo Marisa vor Gericht klagte, weil Konrad ihr Kleid be­schädigt hatte und Julia darüber ein Urteil sprechen sollte. Beim Zurückschalten zur Tierarztsendung war natürlich inzwi­schen Zeit vergangen: Hartmut stand jetzt auf einem Bauernhof und wollte seine Kuh Rosi behandeln lassen.

Leider konnte ich am Sonntag Nachmittag nicht mehr teilnehmen. Es gab zwar viele Übungen, bei denen höchste Konzentration ge­fragt war, aber wir haben an diesem Wochenende unglaublich viel ge­lacht, und in punkto Improvisieren viel ge­lernt.

Schade, dass nur so wenig Teilneh­mer da­bei waren.

Inga Brüsch

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Regionale Klimagruppe gestartet

Ende August startete die regionale Klima­gruppe, die sich mit Energieeinsparungen und Schritten zum Klimaschutz in unseren Gemeinden auseinandersetzt. Auch Bern­hard Schäfer und Norbert Duden, die Ener­giebeauftragten von Bad Salzdetfurth und Bodenburg sind mit dabei. Bernhard Schä­fer hat die Koordination der Gruppe über­nommen.

Aktuell informiert sich die Gruppe über den „Grünen Hahn“, das Umweltmanagement-Projekt der Landeskirche, das Gemein­den in Umwelt- und Energiefragen qualifi­ziert und einen kontinuierlichen Kontroll- und Verbesserungsprozess fördert. Bald werden einige eine Göt­tinger Gemeinde be­suchen, die den „Grü­nen Hahn“ absolviert hat.

Zudem plant die Klimagruppe für das nächste Jahr Veranstaltungen und Aktio­nen, die über die Notwendigkeit des Klima­schutzes informieren und Diskussionsmög­lichkeiten bieten.

Wer noch dazu kommen möchte oder über die Treffen der Klimagruppe informiert werden möchte, wende sich bitte an Bern­hard Schäfer, Tel.960298.

Ilona Wewers

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Energiegruppe für unsere Gemeinden gegründet

Seit einigen Wochen existiert in unserer Gemeinde eine Gruppe, die sich um die Energieversorgung kümmert. Dazu gehören Bernhard Schäfer, der seit Neuestem Ener­giebeauftragter für unsere beiden Gemein­den ist, Hannerike Hein-Ser­ke, Jörg Neelen und ich, Dr. Elke Brüsch.

Bei der letzten Begehung der St. Georgs-Kirche mit einem Mitarbeiter des Amtes für Bau- und Kunstpflege hatte ich erfahren, dass so­wohl die Kirchenheizung als auch die Hei­zung für Gemeinde- und Pfarrhaus über 20 Jahre alt sind und daher ein Ausfall jeder­zeit möglich sein kann. Bei der Kir­chenheizung liegt es nahe, sie gleichzeitig mit der Dachrenovierung des Kirchenschif­fes zu er­neuern, die für 2012 geplant ist.

Und so eine große Anschaffung wie eine neue Hei­zungsanlage für die Kirche will gut überlegt sein. Fest steht schon jetzt, eine Ölheizung wird es nicht mehr werden, zumal der Gas­anschluss bereits seit Jahren vorhanden ist. Aber es ist durchaus zu überlegen, ob eine Warmluftheizung in Frage kommt oder ob es ausreicht, wenn man nur eine Sitzbank­heizung installiert.

Oder gibt es eine Möglichkeit, alle unsere Gebäude mit einer Heizungsanlage zu hei­zen? Wir könnten uns ein Blockheizkraft­werk vorstellen. Vielleicht käme auch Pho­tovoltaik in Frage.

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass das Thema „Energie und Heizung“ sehr um­fangreich ist. Sollten Sie Interesse an Technik und regenerativen Energien ha­ben, sind Sie herzlich eingeladen, sich un­serer Gruppe anzuschließen.

Dr. Elke Brüsch

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Geht Ihnen ein Licht auf?

Ist Ihnen eigentlich seit dem Erntedankfest etwas aufgefallen, wenn Sie beim Gottes­dienstbesuch in der St. Georgs-Kirche ge­sessen haben?

Wir haben im Zuge der Energiesparmaß­nahmen begonnen, die bisherigen Glühbir­nen durch Energiesparlampen zu ersetzen. Inzwischen sind unten im Kirchenschiff alle Birnen ersetzt, und unsere Befürchtungen, das Licht könnte kälter sein als das bisheri­ge, sind nicht eingetroffen. Noch hat nie­mand etwas bemerkt und ich glaube, es gibt zumindest in unserer Kirche keinen Unter­schied zur herkömmlichen Beleuch­tung.


Stromfressende Glühlampen raus, Sparlampen rein: Monika Ossenkopp, Fred Ossenkopp und Dr. Elke Brüsch beim Auswechseln der leuchtmittel in der St. Georgs-Kirche.

Aber bei der Anschaffung der Energiespar­lampen habe ich alle Lampen in der Kirche gezählt und war erstaunt, wie viele es tat­sächlich sind. Für Interessierte: Wir brau­chen für die ganze Kirche 65 Neun-Watt-Sparlampen und sechs Elf-Watt-Birnen. Bis jetzt haben wir 40 Neun-Watt-Lampen er­setzt. Und im Gemeindehaus und in den Büroräumen, die ja auch zur Kirchenge­meinde gehören, haben wir noch keine Be­standsaufnahme durchgeführt.

Weil unser Geld gegen Ende des Jahres im­mer besonders knapp ist, müssen wir mit der Anschaffung weiterer Leuchtmittel bis zum nächsten Jahr warten. Aber vielleicht finden sich ja Sponsoren für 9W und 11W-Sparlampen (entsprechend den früheren 40 und 60 Watt-Glüh­lam­pen). Wenn alle Lampen ausgetauscht sind, verbrauchen wir für die Kirchenbeleuchtung statt 2960 Watt nur noch 651 Watt.

Dr. Elke Brüsch

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Eiskalt erwischt: Heizungsausfall

Am Sonntag vor dem Reformationstag pas­sierte das, was wir schon seit dem letzten Winter befürchtet haben. Kurz vor 9.00 Uhr klingelte mein Handy: Monika Ossen­kopp infor­mierte mich, die Kirche wäre eis­kalt, weil sich die Heizung ausgeschaltet hätte. Es war zu spät, einen Heizungsnot­dienst zu ru­fen: Eine große Kirche braucht fast einen Tag, um warm zu werden.

Gisela Scharringhausen, Prädikantin Dag­mar Waldeck und ich trafen gleich nach dem Notruf an der Kirche ein, um das wei­tere Vorgehen zu bera­ten. Ein kurzer Auf­enthalt in der Kirche überzeugte jeden: der Gottesdienst musste im Gemeindehaus statt­finden.

Während Fred Ossenkopp und ich im Hei­zungskeller versuchten, einen offensichtli­chen Fehler zu finden und evtl. zu beheben, kümmerten sich die anderen um den Umzug ins Gemeindehaus. Die Konfir­manden fass­ten bereitwillig mit an. Auch andere Gottes­dienstbesucher wa­ren eifrig bemüht, den Gemeindesaal in einen Gottesdienstraum zu verwan­deln. Niemand war verärgert, son­dern sehr ver­ständnisvoll, schließlich hat wohl schon je­der mal eine Heizungspanne miterlebt. Nach dem Gottesdienst halfen alle mit, alles wieder zurückzustellen.

Und Frau Waldeck hat sich dank ihrer lang­jährigen Routine von der ungewohnten Si­tuation nicht aus der Ruhe bringen lassen, so dass der Gottesdienst ablief wie immer. Allerdings hat uns dieses Ereignis gezeigt, dass der Gemeindesaal für einen Gottes­dienst recht eng ist und unsere Stühle kaum ausreichen. Es handelte sich nur um einen normalen Gottesdienst, aber die verfügba­ren 60 Stühle waren alle besetzt.

Sollten wir uns irgendwann der Empfeh­lung des Kirchenamtes beugen, im Winter den Gottesdienst im energetisch günstige­ren Gemeindehaus zu feiern, müssten wir uns um zusätzlich Stühle kümmern. Bisher haben wir uns um eine Entscheidung zu diesem Thema gedrückt und uns den Luxus geleistet, zu jedem Gottesdienst die Kirche zu heizen, aber die Kosten sind doch hoch.

Vielleicht denken Sie zu Hause einmal über die Problematik „Winterkirche: ja oder nein“ nach und sprechen mich an, welche Meinung Sie vertreten, denn in diesem Fall sollte die Meinung der Gemeinde gehört werden.

Dr. Elke Brüsch

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Kindergottesdiensttreffen

Im November trafen sich zum ersten Mal Kindergottesdienstmitarbeiterinnen aus un­serer Region.


Diakonin Sabine Junak (re.) informierte die Kindergottesdienstmitarbeiterinnen über den geplanten Kinderbibeltag.

Anlass waren die Vorbereitungen für den Kinderkirchentag im Februar 2010. Diako­nin Sabine Junak stellte mit großem Enga­gement das Programm vor, übte Lieder ein und gab Anregungen für das Thema „En­gel“ im Kindergottesdienst.

Auf Wunsch der Teilnehmerinnen wird es nächsten Jahr am Montag, 22. Februar, ein Folgetreffen geben, um auf den Kinderkir­chentag zurückzublicken und sich über die Kindergottesdienstarbeit auszutauschen.

Ilona Wewers

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Martin Luther: Wechsel im Kirchenvorstand

In seiner Sitzung am 20. Oktober hat der Kirchenvorstand Martin-Luther Brun­hilde Weichsel zu seiner neuen Vorsitzen­den gewählt, nachdem zuvor Horst Volke nach 14 Jahren den Vorsitz aus Altersgrün­den abgegeben hat. In der Mitte der sechs­jährigen Kirchenvorstandsperiode ist damit ein guter Zeitpunkt gefunden, den Stab wei­terzugeben.

Horst Volke kann auf eine bewegte und verdienstvolle Vorstandsarbeit zurückbli­cken. Ein Jahr nach seiner Wahl wurde Horst Volke 1995, nach dem Weggang von Pastor Klaus Uhde, Vorsitzender des Kir­chenvorstandes. Ende 1995 kam Pastor Gerhard Krahn und Horst Volke blieb ers­ter Vorsitzender. Eine gute Zusammenar­beit mit der Wehrstedter St. Andreas-Kir­chengemeinde begann, da beide Kirchenge­meinden unter einem Pfarramt verbunden wor­den sind. Die ökumenischen Kontakte zur katholischen Gemeinde „Heilige Fami­lie“ intensivierte Volke. Daraus ist das bis heute am Pfingstmontag in Bodenburg - früher auf dem Lammesportplatz - gefeierte Chris­tival entstanden.


Pastor Klaus Daniel Serke, der scheidende KV-Vorsitzende Horst Volke, die neue KV- Vorsitzende Brunhilde Weichsel und Diakonin Ilona Wewers (v. l.) beim „Stabwechsel“.

Es zeichnete sich ab, dass Pastor Krahn die Gemeinde verlassen würde. Die pfarramtli­che Verbindung mit Wehrstedt wurde ge­löst und eine neue mit der St. Georgs-Ge­meinde geschlossen. Horst Volke hat zu­sammen mit der Kirchenvorstandsvorsit­zenden der St. Georgs-Gemeinde, Christia­ne Bornemann, eine gute Basis für eine ver­trauensvolle Zusammenarbeit gelegt. Pas­tor Dietmar Vogt und Pastor Peter Michael Wiegandt als Vakanzvertreter haben ihn da­bei unterstützt. Das und die Neubesetzung der Pfarrstellen in Bodenburg und Heinde waren gute Startbedingungen für den Dienstantritt von Pastor Serke im Februar 2002.

Dies vollzog sich auf dem Hintergrund ei­ner zu lösenden Neuordnung der gesamten Kirchenregion Bad Salzdetfurth. Das Er­gebnis ist eine Zuordnung von je zwei der sechs Kirchengemeinden auf eine Pfarrstel­le. An dieser Neustrukturierung hat Horst Volke maßgeblich erfolgreich mitgewirkt in der von ihm 1998 gegründeten „Arbeitsge­meinschaft der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Region Bad Salz­detfurth“, die er als Vorsitzender bis 2009 geleitet hat. Mit Dr. Elke Brüsch als neuer Vorsit­zenden der Arbeitsgemeinschaft ist auch hier der „Stabwechsel“ vollzogen.

Weiter sind hervorzuheben: die in der Amtszeit von Horst Volke erfolgte Kir­chenrenovierung (1998), die Renovierung der Gemeinderäume (2004) und das 50-jäh­rige Jubiläum der Martin-Luther-Kirche (2004). Der Dank für diese verdienstvolle Vorstandsarbeit ist Horst Volke anlässlich des diesjährigen Missionsbasars zum Aus­druck gebracht worden.

Brunhilde Weichsel ist seit 1988 Kirchen­vorsteherin. Zu ihren besonderen Aufgaben zählt u. a. zusammen mit Michaela Kaiser die Finanzverwaltung der Martin-Luther-Kirchengemeinde und der Kontakt zum Kirchenamt in Hildesheim. Seit 2008 hat sie sich zur Lektorin ausbilden lassen und arbeitet im Bereich der Gottesdienste mit.

Als Vorsitzende des Kirchenvorstandes Martin-Luther ist Brunhilde Weichsel auto­matisch auch Mitglied im Kuratorium unse­rer „Evangelisch-lutherischen Kirchenstif­tung Bad Salzdetfurth“.

Wir wünschen ihr eine erfolgreiche Vor­standsarbeit.

Klaus-Daniel Serke

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St. Martins-Umzug

Der ökumenische St. Martinsumzug der Kernstadtgemeinden am 11. November be­gann in diesem Jahr mit einer Musicalauf­führung. Die Kirchen­mäuse und die Mini-Winies, Mädchengruppen der Hl. Familie, setzten die St. Martin-Geschichte unter der Leitung von Rein­hild Montag, Lydia Knoll, Martina Niehoff und Anja Kowalzik musikalisch in Szene.


Die Kirchenmäuse imd die Mini-Winies führten das St. Martins-Musical auf.

ru Danach startete der Laternenumzug. Be­gleitet vom Posauen­chor und der Jugend­feuerwehr zogen die Kinder mit Eltern und Großeltern über den Dörenberg zur Martin-Luther-Kirche. Dort wurden bei Kakao und Tee Martinshörn­chen geteilt.

Ilona Wewers

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Klein, aber nötig!


Echte Handarbeit! Die neuen Zeichen für die Liedertafeln in St. Georg

„Zahlen haben wir genug, aber die Zeichen fehlen, um die Lieder für den Gottesdienst ordentlich antafeln zu können“, klagte Küs­terin Monika Ossenkopp. Da man diese Zeichen nicht mehr nachkaufen kann, hat unsere Kirchenvorsteherin Dr. Elke Brüsch ein bisschen herumgetüftelt, gesägt und ge­klebt und kurzerhand selbst welche herge­stellt. Bei der Probe ist sie zufrieden: Sie passen! Nun werden die Zeichen, von de­nen sie gleich mehrere hergestellt hat, noch geglättet und angemalt und dann kann Frau Ossenkopp wieder ohne Probleme Lieder antafeln.

Ilona Wewers

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html von Björn T.