Berichte
Zu Gast beim Fest der Bischöfin„10 Jahre gemeinsam auf dem Weg“ - unter diesem Motto lud Dr. Margot Käßmann anlässlich ihres 10jährigen Dienstjubiläums als Bischöfin am 05. September zum Fest der Landeskirche rund um die Marktkirche nach Hannover ein. Im Gottesdienst hielt sie Rückschau und sprach über die zukünftigen Herausforderungen für die Landeskirche. (Predigt im Internet abrufbar unter: http://www.evlka.de/content.php?contentTypeID=1066&id=11213)
![]() Dr. Margot Käßmann predigte beim Fest der Landeskirche in der Marktkirche in Hannover. Als Gäste waren Ehrenamtliche geladen, die ebenfalls zehn Jahre in ihrer Kirche engagiert sind. Aus unseren Gemeinden waren Helgard Bartens und Jörg Neelen dabei. Die beiden halten im Folgenden ihre persönliche Rückschau auf die Tätigkeit im Besuchsdienst und in der Internet-AG der Evangelischen Jugend. Ilona Wewers
Meine zehn Jahre im BesuchsdienstIch erinnere mich noch gut daran, wie es war, als Frau Wewers mich fragte, ob ich Lust hätte, im Besuchsdienst mitzuarbeiten. Diese Gruppe gab es in St. Georg schon seit gut einem Jahr. Der Gedanke, dort mit dabei zu sein, konnte mir gefallen. Ich sagte zu und fuhr zu einem Vorbereitungsseminar nach Neustadt a. Rbg., wo wir übten, wie so ein Besuch ablaufen könnte. Gespannt startete ich dann im November zu meinem ersten Geburtstagskind, das seinen 87. feierte. Eine nette Familienrunde nahm mir das Herzklopfen ab, mit dem ich noch vor der Tür gestanden hatte.
Beim Fest der Landeskirche trafen Jörg Neelen und Helgard Bartens auch unseren Landessuperintendenten Eckhard Gorka So sind inzwischen über 10 Jahre mit dieser schönen Besuchsdienstzeit vergangen. Wir sind ein netter, fröhlicher Kreis von 14 Ehrenamtlichen von Martin-Luther und St. Georg. Durch die tolle Begleitung von Frau Wewers und ihre Hilfe meistern wir auch schwierige Besuche. Unsere monatlichen Treffen gestalten wir mit Singen und Erzählen, geben dem Abend ein bestimmtes Thema und verteilen die Besuche. Zwei besondere Ereignisse waren für mich auch die Besuchsdienstseminare in einem Freizeithaus in Klein Süntel. Wir reisten jeweils für drei Tage dorthin. Unter dem Motto „Graue Haare - Buntes Leben“, und „Farben des Lebens“ beschäftigten wir uns mit der Situation älterer Menschen. Geselligkeit kam in diesem schönen Haus nicht zu kurz, und das ganze Programm lag in den bewährten Händen von Frau Wewers. Ich habe viel Freude, aber auch manchmal Leid und Krankheit bei den Besuchen erlebt. Doch beim Weggehen von einem Geburtstag habe ich das Gefühl, dass man sich über meinen Besuch gefreut hat. Helgard Bartens
10 Jahre Internet-AGEine BilanzWährend meines Studiums zum Informatiker an der Fachhochschule Emden habe ich die Anfänge des Internets in Deutschland mitbekommen. Gerade das World Wide Web mit seinem Hypertext, die Möglichkeit Bilder und Texte interaktiv aufzubereiten haben mich vom ersten Moment an fasziniert. Schade fand ich, als ich mitbekam, wie Jugendliche das Internet kennen lernen: nur aus der Sicht des Konsumenten. Keine Rede davon selbst kreativ zu werden, eigene Seiten zu erstellen oder ähnliches. Coole Seiten waren angesagt mit möglichst extremen Darstellungen und ethisch bedenklichen Inhalten. Der Reiz des „Verbotenen“ ist bei Jugendlichen besonders groß - gut auch, dass sie neugierig sind, aber der Konsum von Pornografie und Gewalt ist nicht Sinn und Zweck des Internets. Die Hemmschwelle allerdings, sich solche Sachen anzusehen, ist am eigenen Computer, im eigenen Zimmer, bei geschlossenen Türen weitaus geringer als beim Kauf entsprechender Filme oder Hefte in den Läden. Um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, habe ich zusammen mit meiner Frau einen Internet-Workshop für Eltern konzipiert, um die Gefahren, aber auch die Möglichkeiten des Internets für ihre Kinder aufzuzeigen. Die Anfänge der Internet-AG sind daraus entstanden: Um den teilnehmenden Eltern einen Zugang zum damals noch nicht so verbreiteten Internet zu schaffen, haben wir im Wehrstedter Gemeindehaus ein Netzwerk aufgebaut. Dabei haben einige Technik-begeisterte Jugendliche geholfen und sogar ihre eigenen PCs zur Verfügung gestellt. Im Anschluss daran trafen wir uns dann regelmäßig, zunächst zu Hause in meinem Arbeitszimmer, um „die andere Seite des Internets“ zu erforschen. Wie schreibe ich eigentlich eine Internetseite? Was ist ein Server? Wie bekomme ich die Bilder da rein? Diese Dinge wissbegierigen jungen Menschen zu vermitteln, hat mir von Anfang an Freude gemacht. Seitdem hat sich einiges getan. Dank zahlreicher Sachspenden steht uns jetzt ein kleines Linux-Netzwerk zur Verfügung, das mit vier Arbeitsplätzen in einem kleinen Raum im Kirchenbüro installiert ist. Für Projekttage oder Schulungen bauen wir die Anlage mit bis zu acht Arbeitsplätzen im Gemeindesaal auf. Die Anlage wird recht häufig genutzt und dient den Konfis z. B. dazu, ihre Texte, die sie bei einem Projekttag erarbeiten, gleich in den Computer zu tippen oder Recherchen im Internet zu tätigen. Nach wie vor ist der Gemeindebrief das „Pflichtprogramm“ für die Internet-AG, daneben gibt es aber auch Entfaltungsmöglichkeiten für Interessierte. Kleinere oder größere Projekte werden von einzelnen oder einer Gruppe bearbeitet. Oft fachsimpeln wir auch über dies und das. Zum zehnjährigen Jubiläum gibt es gute Nachrichten für uns: zum einen wird der langsame ISDN-Internetzugang im Kirchenbüro durch einen schnellen DSL-Zugang ersetzt, zum anderen hat die Ev. Jugend beim Bücherflohmarkt Geld eingenommen, von dem ein Teil der Anschaffung neuer Bildschirme dient. Wer Lust hat, den Internetauftritt der Kirchengemeinden mitzugestalten, sei auf den Workshop in den Zeugnisferien hingewiesen (siehe Seite 8). Wissen Sie noch, was in der Nummer 1 des Kirchenfensters stand? - Gucken Sie doch einfach mal im Internet: www.ev-kirchen.badse.de Jörg Neelen
Kinderbibeltag
Ökumenischer Kinderbibeltag: Mit dem Boot unterwegs nach Korinth Während die Jüngeren Schiffbruch vor Malta erlitten, machten wir uns auf den Weg nach Korinth. In Korinth mussten wir der dortigen Gemeinde helfen, einen Konflikt zu lösen. Dann war erst einmal eine kleine Mittagspause, in der wir uns mit Hot-Dogs, belegten Brötchen und Getränken gestärkt haben. Später machten die Jüngeren ein Paulus-Schattenspiel. Wir erlebten eine etwas andere Religionsstunde, in der wir eine Karte von Paulus´ Reisen bastelten. Anschließend trafen wir uns alle im großen Saal zur Schlussrunde und bekamen eine Schriftrolle von Paulus geschenkt. Und dann war der Kinderbibeltag auch schon vorbei, es hat allen gut gefallen. Wir freuen uns schon auf den nächsten! Rebecca Niehoff (11 J.), Amy Loß (11 J.)
Das ErntedankfestDer Erntedankgottesdienst ist einer der besonderen Gottesdienste im Kirchenjahr und einer meiner Lieblingsgottesdienste, obwohl die Vor- und Nacharbeiten ziemlich aufwändig sind. Am Donnerstagabend hängen die Küsterin Monika Ossenkopp und ihr Mann die Erntekrone auf. Am Freitag Vormittag beginnen Monika und ich mit der Dekoration aus Strohballen und Getreidegarben. Ab 10.00 Uhr treffen die ersten Obst- und Gemüsespenden ein. Inzwischen weiß Frau Ossenkopp, mit welchen Obst- oder Gemüsesorten wir rechnen können und was wir vom gespendeten Geld zukaufen müssen. Diesmal hatten wir am Freitagmittag so viel Obst und Gemüse wie schon lange nicht mehr. Schnell mussten wir einen zweiten Ballen (diesmal Heu statt Stroh) organisieren, und dann haben wir eine Stunde lang Obst und Gemüse arrangiert. Erst am Samstagmorgen beginnen wir mit dem Blumenschmuck. Dicke Sträuße Sommerastern, Dahlien, Zinnien, Fette Henne, Rosen und natürlich Herbstastern türmen sich im Mittelgang und müssen in Vasen verteilt werden. Einen Ehrenplatz bekommen die Sonnenblumen, die untrennbar mit dem Erntedank verknüpft sind. Die Dahlien finden ihren Platz auf dem Altar. Die anderen Blumen stellen wir überall dort auf, wo sich noch eine kleine freie Stelle findet. Nach über zwei Stunden sind wir endlich fertig. Dann folgt der Aufbau in der Martin-Luther-Kirche.
Nach zwei Jahren hat sich die Technik des Einpackens verfeinert: Wir benutzen jetzt stabile Gemüsekartons, um die Erntegaben zum guten Hirten zu bringen. Am Sonntag feiern wir den Gottesdienst, den ich nie versäume und der immer gut besucht ist. Schade nur, dass danach niemand mehr unsere Erntegaben sieht! Am Montag müssen wir die Lebensmittel abtransportieren. Die Blumen bleiben in der Kirche, hoffentlich halten sie möglichst lange; Obst und Gemüse packen wir in Kisten und Kartons und schaffen alles ins Auto. Dann starten wir nach Hildesheim zum Guten Hirten. Diese Gemeinde unterhält eine Suppenküche und gibt Obst und Gemüse an bedürftige Menschen ab. Für mich ist diese Fahrt noch ein weiterer Höhepunkt: Zahlreiche Gemeinden bringen ihre Erntegaben, das Entladen muss schnell gehen. Gleich nach der Ankunft treten zwei bis drei Leute aus einer großen Gruppe ehrenamtlicher Helfer heraus, tragen die Kartons zum Lagerraum und sortieren gleichzeitig. Das Auto ist binnen kürzester Zeit entladen. Und damit ist das Erntedankfest schon wieder vorbei! Aber in diesem Jahr gibt es außergewöhnlich gute Nachrichten: Ihre Spenden sind so reichlich ausgefallen, dass wir keinen Cent aus dem Geldbeutel der Gemeinde dazu geben mussten! Und das gilt sowohl für die Blumen-, Obst- und Gemüsegaben als auch für die Geldspenden. Vielen Dank an alle Spender! Dr. Elke Brüsch
Improtheater-WorkshopErläuterung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia: Improvisationstheater (kurz Improtheater) ist eine Form des Theaters, bei der improvisiert wird, d. h. es wird eine oder es werden mehrere, zuvor nicht einstudierte Szenen gespielt. Meist lassen sich die Schauspieler ein Thema oder einen Vorschlag aus dem Publikum geben. Diese Vorschläge sind dann Auslöser und Leitfaden für die daraufhin spontan entstehenden Szenen. Häufig werden die Spieler durch einen - meist ebenfalls improvisierenden - Musiker begleitet. Erst in letzter Minute hat Patrik mich zur Teilnahme am Workshop überredet. Eigentlich liegt mir Theaterspielen nicht (und Singen noch viel weniger), und das Wochenende war das letzte meiner Ferien. Aber Patrik kann richtig überzeugend sein. Improtheater basiert darauf, dass die Teilnehmer in der Lage sind, auf schnell wechselnde Situationen zu reagieren.
Jannis Kaffka und Nele Kießling (re.) hatten tolle Übungen für das Improvisieren parat. Nach den üblichen Kennenlernspielen ging es dann auch bald mit dem Improvisieren an. Zunächst übten wir uns im Assoziieren: Der erste Teilnehmer nannte einen Begriff, z. B. Haus. Der nächste verband damit sofort „Tür“, dann folgte Schloss, Garten, Blume usw. Wichtig war, nicht lange zu überlegen, sondern den ersten Einfall sofort auszusprechen. Dann erhöhte sich das Tempo, indem man nicht nach der Reihe drankam, sondern auf Blickkontakt reagieren musste. Ganz besonders lustig war das Spiel, bei dem es darauf ankam, nicht zu lachen. Wenn die Spielrunde rechtsherum lief, musste man zu seinem rechten Nachbarn sehr schnell „Whiskymixer“ sagen. Das ist kein einfaches Wort, es lädt gerade zu Versprechern ein, aber man darf auf keinen Fall lachen. Wenn doch, muss man aus dem Kreis heraustreten und außen herumrennen. Es stehen alle im Kreis, jeder sagt zu seinem Nachbarn „Whiskymixer“ oder das, was ihm so schnell über die Lippen kommt (Whiximixer), einige umrunden den Kreis von außen und niemand darf lachen. Dann ruft jemand das Kommando „Messwechsel“, danach läuft die Spielfolge linksrum und nunmehr muss das Wort „Wachsmaske“ gesagt werden. Wenn Sie sich vorstellen, wie es aussieht, wenn einige Leute im Kreis stehen, ganz schnell zungenbrecherische Wörter zueinander sagen, während einige andere sie im Laufschritt umrunden, fällt es schon beim Erzählen schwer, nicht zu lachen. Und wenn man selbst teilnimmt, ist es fast unmöglich. Es gab auch Singübungen, aber hier kam es darauf an, möglichst schief zu singen. Einer sang vor: Re-e-e-e-ge-e-en tro o o pfen. Die anderen sangen im Chor genauso nach. Diese Spiel kam mir sehr entgegen, denn wie gesagt, ich kann nur schräg singen.
Improtheater: Eine Haltung und einen Ausdruck finden, drauflos spielen und erleben, welche Geschichte sich entwickelt Die letzte Übung für den Samstag sollte ein Durchschalten durch viele Fernsehkanäle darstellen. Wichtig zu wissen ist, dass wir uns in der Zwischenzeit nicht absprechen konnten, wir wussten nie, welche Einfälle unsere Partner haben würden und wohin unsere Sendung laufen würde. Außerdem konnten wir jederzeit aufgerufen werden. Patrik und ich machten den Wetterbericht (Programm 1), Hartmut und Pauline gestalteten eine Tierarztsendung (Programm 2), Ilona, Marlies und Sebastian hatten eine Casting-Show (Programm 3) und Julia, Katharina, Marisa und Konrad lieferten die Gerichtssendung (Programm 4). Und dann ging es ganz schnell: die beiden Referenten Jannis und Nele saßen auf dem Sofa und schalteten auf der Fernbedienung in unterschiedlichen Abständen weiter: Auf Programm 2 stellte Hartmut ein Meerschwein beim Tierarzt vor. Seine Partnerin hat sofort mit der Untersuchung begonnen und eine günstige Prognose gestellt, während der Tierbesitzer in Tränen aufgelöst war. Dann folgte Programm 3, wo Ilona gerade Marlies auf ihre Eignung als Superstar überpüfte. Nach einigen Takten wurde auf Programm 4 weitergezappt, wo Marisa vor Gericht klagte, weil Konrad ihr Kleid beschädigt hatte und Julia darüber ein Urteil sprechen sollte. Beim Zurückschalten zur Tierarztsendung war natürlich inzwischen Zeit vergangen: Hartmut stand jetzt auf einem Bauernhof und wollte seine Kuh Rosi behandeln lassen. Leider konnte ich am Sonntag Nachmittag nicht mehr teilnehmen. Es gab zwar viele Übungen, bei denen höchste Konzentration gefragt war, aber wir haben an diesem Wochenende unglaublich viel gelacht, und in punkto Improvisieren viel gelernt. Schade, dass nur so wenig Teilnehmer dabei waren. Inga Brüsch
Regionale Klimagruppe gestartetEnde August startete die regionale Klimagruppe, die sich mit Energieeinsparungen und Schritten zum Klimaschutz in unseren Gemeinden auseinandersetzt. Auch Bernhard Schäfer und Norbert Duden, die Energiebeauftragten von Bad Salzdetfurth und Bodenburg sind mit dabei. Bernhard Schäfer hat die Koordination der Gruppe übernommen. Aktuell informiert sich die Gruppe über den „Grünen Hahn“, das Umweltmanagement-Projekt der Landeskirche, das Gemeinden in Umwelt- und Energiefragen qualifiziert und einen kontinuierlichen Kontroll- und Verbesserungsprozess fördert. Bald werden einige eine Göttinger Gemeinde besuchen, die den „Grünen Hahn“ absolviert hat. Zudem plant die Klimagruppe für das nächste Jahr Veranstaltungen und Aktionen, die über die Notwendigkeit des Klimaschutzes informieren und Diskussionsmöglichkeiten bieten. Wer noch dazu kommen möchte oder über die Treffen der Klimagruppe informiert werden möchte, wende sich bitte an Bernhard Schäfer, Tel.960298. Ilona Wewers
Energiegruppe für unsere Gemeinden gegründetSeit einigen Wochen existiert in unserer Gemeinde eine Gruppe, die sich um die Energieversorgung kümmert. Dazu gehören Bernhard Schäfer, der seit Neuestem Energiebeauftragter für unsere beiden Gemeinden ist, Hannerike Hein-Serke, Jörg Neelen und ich, Dr. Elke Brüsch. Bei der letzten Begehung der St. Georgs-Kirche mit einem Mitarbeiter des Amtes für Bau- und Kunstpflege hatte ich erfahren, dass sowohl die Kirchenheizung als auch die Heizung für Gemeinde- und Pfarrhaus über 20 Jahre alt sind und daher ein Ausfall jederzeit möglich sein kann. Bei der Kirchenheizung liegt es nahe, sie gleichzeitig mit der Dachrenovierung des Kirchenschiffes zu erneuern, die für 2012 geplant ist. Und so eine große Anschaffung wie eine neue Heizungsanlage für die Kirche will gut überlegt sein. Fest steht schon jetzt, eine Ölheizung wird es nicht mehr werden, zumal der Gasanschluss bereits seit Jahren vorhanden ist. Aber es ist durchaus zu überlegen, ob eine Warmluftheizung in Frage kommt oder ob es ausreicht, wenn man nur eine Sitzbankheizung installiert. Oder gibt es eine Möglichkeit, alle unsere Gebäude mit einer Heizungsanlage zu heizen? Wir könnten uns ein Blockheizkraftwerk vorstellen. Vielleicht käme auch Photovoltaik in Frage. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass das Thema „Energie und Heizung“ sehr umfangreich ist. Sollten Sie Interesse an Technik und regenerativen Energien haben, sind Sie herzlich eingeladen, sich unserer Gruppe anzuschließen. Dr. Elke Brüsch
Geht Ihnen ein Licht auf?Wir haben im Zuge der Energiesparmaßnahmen begonnen, die bisherigen Glühbirnen durch Energiesparlampen zu ersetzen. Inzwischen sind unten im Kirchenschiff alle Birnen ersetzt, und unsere Befürchtungen, das Licht könnte kälter sein als das bisherige, sind nicht eingetroffen. Noch hat niemand etwas bemerkt und ich glaube, es gibt zumindest in unserer Kirche keinen Unterschied zur herkömmlichen Beleuchtung.
Stromfressende Glühlampen raus, Sparlampen rein: Monika Ossenkopp, Fred Ossenkopp und Dr. Elke Brüsch beim Auswechseln der leuchtmittel in der St. Georgs-Kirche. Aber bei der Anschaffung der Energiesparlampen habe ich alle Lampen in der Kirche gezählt und war erstaunt, wie viele es tatsächlich sind. Für Interessierte: Wir brauchen für die ganze Kirche 65 Neun-Watt-Sparlampen und sechs Elf-Watt-Birnen. Bis jetzt haben wir 40 Neun-Watt-Lampen ersetzt. Und im Gemeindehaus und in den Büroräumen, die ja auch zur Kirchengemeinde gehören, haben wir noch keine Bestandsaufnahme durchgeführt. Weil unser Geld gegen Ende des Jahres immer besonders knapp ist, müssen wir mit der Anschaffung weiterer Leuchtmittel bis zum nächsten Jahr warten. Aber vielleicht finden sich ja Sponsoren für 9W und 11W-Sparlampen (entsprechend den früheren 40 und 60 Watt-Glühlampen). Wenn alle Lampen ausgetauscht sind, verbrauchen wir für die Kirchenbeleuchtung statt 2960 Watt nur noch 651 Watt. Dr. Elke Brüsch
Eiskalt erwischt: HeizungsausfallAm Sonntag vor dem Reformationstag passierte das, was wir schon seit dem letzten Winter befürchtet haben. Kurz vor 9.00 Uhr klingelte mein Handy: Monika Ossenkopp informierte mich, die Kirche wäre eiskalt, weil sich die Heizung ausgeschaltet hätte. Es war zu spät, einen Heizungsnotdienst zu rufen: Eine große Kirche braucht fast einen Tag, um warm zu werden. Gisela Scharringhausen, Prädikantin Dagmar Waldeck und ich trafen gleich nach dem Notruf an der Kirche ein, um das weitere Vorgehen zu beraten. Ein kurzer Aufenthalt in der Kirche überzeugte jeden: der Gottesdienst musste im Gemeindehaus stattfinden. Während Fred Ossenkopp und ich im Heizungskeller versuchten, einen offensichtlichen Fehler zu finden und evtl. zu beheben, kümmerten sich die anderen um den Umzug ins Gemeindehaus. Die Konfirmanden fassten bereitwillig mit an. Auch andere Gottesdienstbesucher waren eifrig bemüht, den Gemeindesaal in einen Gottesdienstraum zu verwandeln. Niemand war verärgert, sondern sehr verständnisvoll, schließlich hat wohl schon jeder mal eine Heizungspanne miterlebt. Nach dem Gottesdienst halfen alle mit, alles wieder zurückzustellen. Und Frau Waldeck hat sich dank ihrer langjährigen Routine von der ungewohnten Situation nicht aus der Ruhe bringen lassen, so dass der Gottesdienst ablief wie immer. Allerdings hat uns dieses Ereignis gezeigt, dass der Gemeindesaal für einen Gottesdienst recht eng ist und unsere Stühle kaum ausreichen. Es handelte sich nur um einen normalen Gottesdienst, aber die verfügbaren 60 Stühle waren alle besetzt. Sollten wir uns irgendwann der Empfehlung des Kirchenamtes beugen, im Winter den Gottesdienst im energetisch günstigeren Gemeindehaus zu feiern, müssten wir uns um zusätzlich Stühle kümmern. Bisher haben wir uns um eine Entscheidung zu diesem Thema gedrückt und uns den Luxus geleistet, zu jedem Gottesdienst die Kirche zu heizen, aber die Kosten sind doch hoch. Vielleicht denken Sie zu Hause einmal über die Problematik „Winterkirche: ja oder nein“ nach und sprechen mich an, welche Meinung Sie vertreten, denn in diesem Fall sollte die Meinung der Gemeinde gehört werden. Dr. Elke Brüsch
KindergottesdiensttreffenIm November trafen sich zum ersten Mal Kindergottesdienstmitarbeiterinnen aus unserer Region.
Diakonin Sabine Junak (re.) informierte die Kindergottesdienstmitarbeiterinnen über den geplanten Kinderbibeltag. Anlass waren die Vorbereitungen für den Kinderkirchentag im Februar 2010. Diakonin Sabine Junak stellte mit großem Engagement das Programm vor, übte Lieder ein und gab Anregungen für das Thema „Engel“ im Kindergottesdienst. Auf Wunsch der Teilnehmerinnen wird es nächsten Jahr am Montag, 22. Februar, ein Folgetreffen geben, um auf den Kinderkirchentag zurückzublicken und sich über die Kindergottesdienstarbeit auszutauschen. Ilona Wewers
Martin Luther: Wechsel im KirchenvorstandIn seiner Sitzung am 20. Oktober hat der Kirchenvorstand Martin-Luther Brunhilde Weichsel zu seiner neuen Vorsitzenden gewählt, nachdem zuvor Horst Volke nach 14 Jahren den Vorsitz aus Altersgründen abgegeben hat. In der Mitte der sechsjährigen Kirchenvorstandsperiode ist damit ein guter Zeitpunkt gefunden, den Stab weiterzugeben. Horst Volke kann auf eine bewegte und verdienstvolle Vorstandsarbeit zurückblicken. Ein Jahr nach seiner Wahl wurde Horst Volke 1995, nach dem Weggang von Pastor Klaus Uhde, Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Ende 1995 kam Pastor Gerhard Krahn und Horst Volke blieb erster Vorsitzender. Eine gute Zusammenarbeit mit der Wehrstedter St. Andreas-Kirchengemeinde begann, da beide Kirchengemeinden unter einem Pfarramt verbunden worden sind. Die ökumenischen Kontakte zur katholischen Gemeinde „Heilige Familie“ intensivierte Volke. Daraus ist das bis heute am Pfingstmontag in Bodenburg - früher auf dem Lammesportplatz - gefeierte Christival entstanden.
Pastor Klaus Daniel Serke, der scheidende KV-Vorsitzende Horst Volke, die neue KV- Vorsitzende Brunhilde Weichsel und Diakonin Ilona Wewers (v. l.) beim „Stabwechsel“. Es zeichnete sich ab, dass Pastor Krahn die Gemeinde verlassen würde. Die pfarramtliche Verbindung mit Wehrstedt wurde gelöst und eine neue mit der St. Georgs-Gemeinde geschlossen. Horst Volke hat zusammen mit der Kirchenvorstandsvorsitzenden der St. Georgs-Gemeinde, Christiane Bornemann, eine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. Pastor Dietmar Vogt und Pastor Peter Michael Wiegandt als Vakanzvertreter haben ihn dabei unterstützt. Das und die Neubesetzung der Pfarrstellen in Bodenburg und Heinde waren gute Startbedingungen für den Dienstantritt von Pastor Serke im Februar 2002. Dies vollzog sich auf dem Hintergrund einer zu lösenden Neuordnung der gesamten Kirchenregion Bad Salzdetfurth. Das Ergebnis ist eine Zuordnung von je zwei der sechs Kirchengemeinden auf eine Pfarrstelle. An dieser Neustrukturierung hat Horst Volke maßgeblich erfolgreich mitgewirkt in der von ihm 1998 gegründeten „Arbeitsgemeinschaft der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Region Bad Salzdetfurth“, die er als Vorsitzender bis 2009 geleitet hat. Mit Dr. Elke Brüsch als neuer Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft ist auch hier der „Stabwechsel“ vollzogen. Weiter sind hervorzuheben: die in der Amtszeit von Horst Volke erfolgte Kirchenrenovierung (1998), die Renovierung der Gemeinderäume (2004) und das 50-jährige Jubiläum der Martin-Luther-Kirche (2004). Der Dank für diese verdienstvolle Vorstandsarbeit ist Horst Volke anlässlich des diesjährigen Missionsbasars zum Ausdruck gebracht worden. Brunhilde Weichsel ist seit 1988 Kirchenvorsteherin. Zu ihren besonderen Aufgaben zählt u. a. zusammen mit Michaela Kaiser die Finanzverwaltung der Martin-Luther-Kirchengemeinde und der Kontakt zum Kirchenamt in Hildesheim. Seit 2008 hat sie sich zur Lektorin ausbilden lassen und arbeitet im Bereich der Gottesdienste mit. Als Vorsitzende des Kirchenvorstandes Martin-Luther ist Brunhilde Weichsel automatisch auch Mitglied im Kuratorium unserer „Evangelisch-lutherischen Kirchenstiftung Bad Salzdetfurth“. Wir wünschen ihr eine erfolgreiche Vorstandsarbeit. Klaus-Daniel Serke
St. Martins-UmzugDer ökumenische St. Martinsumzug der Kernstadtgemeinden am 11. November begann in diesem Jahr mit einer Musicalaufführung. Die Kirchenmäuse und die Mini-Winies, Mädchengruppen der Hl. Familie, setzten die St. Martin-Geschichte unter der Leitung von Reinhild Montag, Lydia Knoll, Martina Niehoff und Anja Kowalzik musikalisch in Szene.
Die Kirchenmäuse imd die Mini-Winies führten das St. Martins-Musical auf. ru Danach startete der Laternenumzug. Begleitet vom Posauenchor und der Jugendfeuerwehr zogen die Kinder mit Eltern und Großeltern über den Dörenberg zur Martin-Luther-Kirche. Dort wurden bei Kakao und Tee Martinshörnchen geteilt. Ilona Wewers
Klein, aber nötig!
Echte Handarbeit! Die neuen Zeichen für die Liedertafeln in St. Georg „Zahlen haben wir genug, aber die Zeichen fehlen, um die Lieder für den Gottesdienst ordentlich antafeln zu können“, klagte Küsterin Monika Ossenkopp. Da man diese Zeichen nicht mehr nachkaufen kann, hat unsere Kirchenvorsteherin Dr. Elke Brüsch ein bisschen herumgetüftelt, gesägt und geklebt und kurzerhand selbst welche hergestellt. Bei der Probe ist sie zufrieden: Sie passen! Nun werden die Zeichen, von denen sie gleich mehrere hergestellt hat, noch geglättet und angemalt und dann kann Frau Ossenkopp wieder ohne Probleme Lieder antafeln. Ilona Wewers
html von Björn T. |