Eine von uns

Elsa Wissel, 81 Jahre alt, verw., Rentnerin

Mit Elsa Wissel stellen wir eine "ganz alte" Salzdetfurtherin vor, die hier geboren und aufgewachsen ist und die meiste Zeit im "Solte" (für die jüngeren LeserInnen "Badse") gelebt hat. Nach der Schulzeit hat sie bei der Salzpfännergilde die Ausbildung als kaufmännische Angestellte gemacht und später bei "Kali und Salz" 35 Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Sie wohnt mit ihrem Lebensgefährten in einem schönen Fachwerkhaus in der Salzpfännerstraße. "Von meinem Haus aus habe ich den schönsten Blick auf unsere St. Georgs-Kirche," stellt Elsa Wissel mit liebevollem Stolz fest.

Als 1993 der erste Gemeindebrief "St. Georgs-Bote" - jetzt "Kirchenfenster"- herauskam, wurde Elsa Wissel von einer Nachbarin um Mithilfe gebeten, und sie sagte spontan zu. "Wir waren zu mehreren Frauen damit beschäftigt, die fliegenden Blätter zu ordnen, und Herr Studtmundt tackerte sie dann zusammen," berichtet sie, und sie weiß noch, dass der erste Gemeindebrief zum 10.05.93 mit den Titelworten "Alles neu macht der Mai" erschien. Das Austragen des Heftes war nun selbstverständlich Ehrensache für sie. Seither ist ihr Bereich (Teil des Mühlenbuschs, die Unterstraße und die Marktstraße) derselbe geblieben; wenn nötig, übernimmt sie auch noch zusätzlich weitere Straßen. Es erfreut sie immer wieder, festzustellen, dass viele Gemeindeglieder auf die Nachrichten aus unseren Kirchengemeinden warten.

Im Jubiläumsjahr unserer St.-Georgs-Kirche 2000 wurde Elsa Wissel von Pastor Vogt und Diakonin Wewers um Unterstützung bei den Kirchenführungen gebeten, und nach anfänglichem Zögern: "Kann ich so etwas denn überhaupt?", hat sie zugesagt. Aus dieser Aktion hat sich dann unserer jährliches Angebot für die Sommerzeit "Offene Kirche" entwickelt, bei dem sie nach wie vor mit viel Freude im Einsatz ist. Darüber hinaus engagierte sie sich mehrere Jahre beim Missionskreis der St. Georgs-Gemeinde.

Der Leitspruch ihres Lebens "Was Gott tut, das ist wohlgetan" hat sie eigentlich von ihrer Mutter, die eine sehr gläubige Frau war, übernommen. "Aber so richtig verinnerlicht habe ich ihn erst, als ich großes Leid erfuhr, und seither begleiten mich diese Worte und helfen mir," erzählt sie. So trägt sie selbst erfahrene Hilfe in ihrer eigenen Art und Weise in unsere Kirchengemeinde, und sei es "nur", indem sie die Rosenbeete an der Kirche vom Unkraut befreit, so dass die Rosen gut gedeihen können.

Zu ihren besonderen Hobbys gehören Reisen, und zwar im In- und Ausland, die Elsa Wissel immer wieder gerne mit ihrem Lebensgefährten zusammen unternimmt. Dabei kann sie sich an den wunderschönen Landschaften sowie an interessanten, kulturellen Sehenswürdigkeiten erfreuen. Es gibt jedes Mal Neues zu sehen und zu erleben, von dem sie lange Zeit danach noch zehren kann. Von diesen Reisen bringt sie sich gerne Informationsmaterial, Bücher und Bildbände mit und verbringt dann manche Stunde mit Nachlesen und Nacherleben. "Das ist fast so schön wie die Reisen selbst," freut sie sich.

Für die Zukunft erhofft sie sich, dass es ihr weiterhin so gut ergehen möge, dass sie für sich und andere noch eine Weile gut sorgen kann, und sie mit den altersbedingten Problemen einigermaßen zurecht kommen wird.

Wir sind Elsa Wissel für ihre vielen großen und kleinen Hilfen sehr dankbar und wünschen ihr und unserer Kirchengemeinde, dass sie ihre wohlwollenden Blicke - im wahrsten Sinne des Wortes - weiterhin auf unsere St. Georgs-Kirche richtet.

Margot Lindenberg